Am 16. April 2010 erhielt dtms eine schriftliche Anfrage zum Thema Gewinnspiele und Mehrwert-Rufnummern der ZDF-Redaktion „Frontal 21", die dtms am 19. April 2010 umfassend beantwortet hat. Am 4. Mai sendete das ZDF einen Beitrag in oben genannter Sendung, in dem dtms Unterstützung von betrügerischen Geschäftspraktiken unterstellt wird. Von diesen Anschuldigungen distanziert dtms sich vehement!

dtms schreibt als einer der größten Dienstleister im Servicetelefoniebereich in Deutschland die Themen Verbraucherschutz und Missbrauchs-Prophylaxe groß. Durch unsere Mitgliedschaft in den Verbänden Freiwillige Selbstkontrolle Telefonmehrwertdienste e.V., Call Center Verband Deutschland e.V. und nicht zuletzt durch die Unterzeichnung des Mobile Code of Conduct bringen wir dies öffentlich zum Ausdruck. Unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und andere Vertragsunterlagen verpflichten unsere Kunden zu rechtskonformem Geschäftsgebaren. Stellen wir verdächtige Dienste auf unseren Netzen fest, unternehmen wir alle uns gesetzlich möglichen Schritte und setzen auffällige Anbieter auf den dtms-Index.

Dies ist für dtms als Unternehmen derzeit der beste und effizienteste Weg, für Seriosität und Integrität in der Dienstewelt an der telefonischen Schnittstelle zu sorgen.

Die ZDF-Redaktion Frontal 21 führte im Rahmen ihrer Recherchen zu Gewinnspielen und Premium Diensten mit versteckter Kamera ein Interview mit einem angeblichen dtms-Vertriebsmitarbeiter. Dieser angebliche Mitarbeiter ist kein Mitarbeiter des Unternehmens.

Auf die schriftliche Anfrage der Redaktion nach Forderungs- und Inkassoprozessen bei dtms (Frage 4, siehe Kasten) lautet die nach wie vor völlig korrekte Antwort der dtms: dtms betreibt selbst kein eigenes Inkasso.

dtms bedient sich Forderungs- & Inkasso-Diensten von Dritten, z. B. von Teilnehmernetzbetreibern oder Inkasso-Dienstleistern. Dies ist nicht nur branchenüblich, sondern technisch geboten, da Telefonanschlussinhaber (Anrufer) Kunden von dritten Netzbetreibern sind und Forderungen über die Rechnungstellung des Teilnehmernetzbetreibers geltend gemacht werden müssen.

Die schriftlich gestellten Fragen der Redaktion Frontal 21 und die Antworten der dtms in einzelnen:

1. Welche Möglichkeiten hat die dtms betrügerische Angebote und Mißbrauch mit 0900er-Nummern in ihrem Netz zu verbieten oder zu verhindern und was unternimmt dtms gegen solche Angebote?

dtms: dtms verbietet, dass im Rahmen ihrer Dienstleistungen strafbare Handlungen vorgenommen werden. dtms behält sich selbstverständlich gem. AGB das Recht vor, bei strafbaren Handlungen Verträge zu kündigen. Erhält dtms Kenntnis vom Verdacht einer strafbaren Handlung durch Anfragen von Behörden, Endnutzern oder sonstigen Dritten, führt dtms Maßnahmen durch, die von Abmahnungen bis zur Abschaltung bzw. Kündigung von Verträgen reicht. dtms schöpft hierbei den gesamten im TKG vorgesehenen Rahmen der Sanktionsmöglichkeiten aus. Im Rahmen der Beauftragung der Produkte sind unsere Kunden im Übrigen verpflichtet, umfangreiche Angaben zu ihren geplanten Diensten zu erteilen. Diese werden verbindlicher Vertragsinhalt und von den Angaben darf im tatsächlichen Betrieb nicht abgewichen werden. Zu Ihrer Information haben wir Ihnen anbei die jeweils aktuellen Beauftragungen beigelegt.

2. Schaltet oder schaltete die dtms in ihrem Netz auch Mehrwertdienstenummern (0900, 0137 etc.) für einschlägig bekannte Unternehmen, zum Beispiel aus dem Umfeld der österreichischen Gewinnspielveranstalter „Bruckberger" mit Firmen wie RTC Radio Televisions Communications GmbH, Wien oder G.U.V. GmbH, Wien?

dtms: dtms ist bekannt, dass für die genannten Firmen in der Vergangenheit Rufnummern im Netz der dtms geschaltet waren, allerdings waren die genannten Firmen nicht direkte Vertragspartner. Firmen, deren Dienste im Netz der dtms auffällig geworden sind, werden bei dtms indiziert.

3. Warum schaltet die dtms Nummern einschlägig bekannter oder betrügerischer Anbieter nicht ab oder lehnt die Zusammenarbeit mit ihnen nicht ab?

Es ist dtms im Vorfeld nicht möglich, zu prüfen, welche Dienste unter einer Rufnummer im Endeffekt tatsächlich angeboten werden, insbesondere wenn Aggregatoren zwischengeschaltet sind. dtms begrüßt in diesem Zusammenhang die Maßnahmen der BNetzA, bei Verdacht des betrügerischen Vorgehens eines Diensteanbieters für bestimmte Rufnummern schon vor Schaltung einer Nummer ein entsprechendes Verbot auszusprechen. Die Agentur kann beispielsweise bereits die Zuteilung von Nummern an verdächtige Antragsteller verweigern.

4. Betreibt die dtms für Betreiber von Mehrwertdienstenummern auch Inkasso? Wenn ja, wie lange dauert es, bis die Einnahmen an die Anbieter ausgekehrt werden?

dtms: dtms betreibt selbst kein eigenes Inkasso.

5. Wie oft wurde gegen dtms im Zusammenhang mit Mehrwertrufnummern in den vergangenen Jahren von der Bundesnetzagentur ein Rechnungslegungs- oder Inkassoverbot ausgesprochen? Wohin wurden bereits vereinnahmte Gelder überwiesen?

dtms: Die Bundesnetzagentur hält auf ihrer Homepage sämtliche Informationen zu Abschaltungen und Fakturierungs- und Inkassoverboten bereit. Erfolgen derartige Anweisungen der BNetzA oder sonstiger Behörden, befolgt dtms diese selbstverständlich vollumfänglich und umgehend. Im Übrigen ist dtms vertraglich verpflichtet, Gelder an ihre Kunden auszukehren (vergl. AGB).

6. Zahlt die dtms Einnahmen aus Mehrwertdiensten aus, auch wenn ein Rechnungslegungs- und Inkassoverbot gegen den Anbieter betrügerischer Dienste ergangen ist?

dtms: dtms ist nicht bekannt, dass Rechnungslegungs- und Inkassoverbote in der Vergangenheit durch die BNetzA darauf gestützt wurden, dass betrügerische Dienste durchgeführt wurden. Die Auszahlung von Geldern käme in diesem Fall keineswegs in Betracht.

Marietta von Baross

Marietta von Baross
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